Zahnimplantate

Künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik, die im Kieferknochen eingebracht werden.

Ein Zahnimplantat ist ein Pfosten in Schraubenform aus biokompatiblem Metall oder Keramik. Es wird unter örtlicher Betäubung anstelle einer fehlenden Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt und dient als Verankerung für eine Einzelzahnkrone, eine Brücke, eine Prothese oder eine kieferorthopädische Apparatur.

Die Einheilphase eines Zahnimplantats dauert zwischen 6 und 12 Wochen. Die individuelle Wundheilung bzw. medizinische Situation spielt hier eine wesentliche Rolle. Während dieser Zeit bilden körpereigene Knochenzellen direkt an der hochspezialisierte Oberfläche des Implantats neuen Knochen - es "verknöchert" sozusagen.
Nach Abschluss der Einheilphase dient das Implantat als flexible Verankerung für verschiedene Arten des Zahnersatzes.

Faktoren, die die Wundheilung negativ beeinflussen sind der Konsum von Suchtmitteln, insbesondere das Rauchen, diverse allgemeinmedizinische Erkrankungen sowie der Wundinfekt allgemein.

Zu den vorbeugenden Massnahmen zählt die sorgfältige Selektion von geeigneten Patienten, eine möglichst maximale Keimreduktion vor, während und nach der Operation mit Mundspüllösungen, Antibiotika und einem entsprechend keimfreien Operationsfeld, und ein vertrauenswürdiges Verhältnis zwischen Patient, Chirurg und dem betreuenden Team.

Titan (Reintitan) ist ein biokompatibles Metall, was bedeutet, dass es nicht toxisch ist, und vom Körper gut vertragen wird. Implantate aus Titan heilen sehr gut im Knochen ein, und werden deshalb seit Jahrzehnten in verschiedenen Gebieten der Medizin (z.B. auch als Hüftgelenk) verwendet. Bis heute ist in der medizinischen Fachliteratur kein einziger Fall einer allergischen Reaktion auf Titan beschrieben. Aufgrund dieser Eigenschaften können Implantate aus Titan jahrzehntelang halten.

Alternativ zu Titanimplantaten gibt es bereits seit einiger Zeit weisse Keramikimplantate (sog. "metallfreie" Implantate) aus Zirkon, die zunehmend auf dem Markt anzutreffen sind, und deren Oberfläche in Bezug auf ihre biologische Verwendung vergleichbare Eigenschaften wie die von Titanimplantaten aufweist.

Das Setzen eines Implantats nach einer Zahnextraktion kann eine Art Schutz vor Knochenverlust darstellen, und eine Möglichkeit sein, die Knochenvitalität zu erhalten. Der Zahnersatz mittels Zahnimplantat kann auch gewebeschonender sein, als eine konventionelle Lösung. Beim Zahnimplantat muss bei den Nachbarzähnen keine natürliche Zahnsubstanz geopfert werden - im Gegensatz zu einem Zahnersatz mittels Brücke oder Prothese.

Beim gesunden Menschen ist bisher keine Altersobergrenze bekannt. Dafür aber eine Untergrenze: da Implantate wachstumsstabil sind, dürfen solche erst nach Abschluss des Knochenwachstums gesetzt werden - in der Regel, sobald das Erwachsenenalter erreicht ist.

Damit Sie Ihr Lachen von seiner schönsten Seite zeigen können, gewähren wir Ihnen eine professionelle Betreuung und eine reibungslose Zusammenarbeit mit Ihrem überweisenden Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin.

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